Themenkreis * Ameisen aus Haus und Wohnung vertreiben 

Kat.: Alle Kategorien

 

2. Jun. 2016

Ameisen aus Haus und Wohnung vertreiben

Selbstgemachte Schädlingsbekämpfung ohne den Wohnbereich zu vergiften

Ameisen sind im Freien sehr nützlich - im Wohnbereich können sie schnell zur Plage werden, die jedoch mit einfachen und ungiftigen Methoden in Griff zu bekommen ist.

Wien - Kaum wird es draußen wieder wärmer, bekommt man im Wohnbereich wieder unangemeldeten und ungewollten Besuch von Ameisen und anderen Tierchen. Ameisen sind in der freien Natur äußerst nützlich, da sie z.B. tote Tiere beseitigen, das Erdreich positiv beeinflussen aber auch helfen Pflanzensaaten zu verteilen. Hervorzuheben ist auch, dass heimische Ameisen keine Krankheitsüberträger sind. Im Wohnbereich sind Ameisen dennoch sehr lästig. Wird es verabsäumt rechtzeitig Abwehrmaßnahmen zu ergreifen, wächst einem die Population schnell über den Kopf.
Der freie Handel bietet zwar etliche Ameisen-Bekämpfungsmittel an, die jedoch giftigen Inhaltsstoffe enthalten, die nicht nur den Ameisen den Garaus machen, sondern auch die eigene Wohnung "kontaminieren" - vor allem Teppiche aber auch Möbel sind betroffen. Um sich selbst aber auch seine Haustiere zu schützen, sollte daher auf solche Mittel verzichtet werden. Die hier gezeigten für Mensch und Haustier ungiftigen Bekämpfungsmethoden sind einfach und mit geringem Kostenaufwand durchführbar. Meistens reichen schon die zuerst beschriebenen Maßnahmen; falls diese nicht zum Erfolg führen, werden im weiter laufenden Text erweiterte Methoden beschrieben.

Ameisen besitzen eine kollektive Intelligenz und gehen auch in unserem Wohnbereich sehr systematisch vor. So gibt es als Vorboten sogenannte Späher, die vorab ausloten, ob die besuchte Wohnung ein lohnender Selbstbedienungsladen werden könnte. Wenn man so einen Einzelgänger sieht, sollte dieser sofort eingefangen werden und aus der Wohnung entfernt werden (das geht auch ohne Tötung). Damit die Ameisen erst gar nicht die Wohnung betreten können, müssen alles Risse oder Löcher in Wänden, Fensterkästen usw. geschlossen werden, durch die die Ameisen in den Wohnbereich kommen könnten. Die Öffnungen können ganz einfach z.B. mit Moltofill oder anderen Spachtelmassen geschlossen werden. Natürlich kann man die Späher auch überlisten, indem dafür Sorge getragen wird, dass diese für den Ameisenstamm keine potentiellen Nahrungsteile finden: Also keine Lebensmittel herumliegen lassen, Essensreste gut verstauen bzw. entsorgen und somit auch kein schmutziges Geschirr herumstehen lassen. Wer Haustiere hat, muss besonders bei dem Tierfutter aufpassen, dass hier nicht eine ungewollte "Willkommenskultur" proklamiert wird.
 
Sollten diese Maßnahmen nicht gefruchtet haben oder ist man einfach schon zu spät bei der Verteidigung seines Wohnbereichs und es haben sich in der Wohnung bereits Ameisenstraßen gebildet, rückt man vorab mit dem Staubsauger den Ameisen auf den Pelz und reinigt den gesamte Ameisenweg gründlich mit einem umweltschonenden Essigreiniger (oder milden Seifenlösung). Nach dem Absaugen sollte unbedingt der Staubsaugerbeutel entleert werden. Da Ameisen gewisse ätherische Düfte gar nicht mögen, empfiehlt es sich als Geruchsbarriere etwas Zitronensaft auf den zuvor gereinigten Ameisenweg zu träufeln und optional etwas Zimtpulver zu verstreuen (wer ätherische Öle zuhause hat, kann auch mit diesen den Ameisenweg verbarrikadieren, z.B. mit Zimt-, Zitronen- oder Lavendelöl). Diese Barrieren sollten regelmäßig erneuert werden.
 
Für hartnäckige Fälle Kieselgur-Pulver
Wenn sich auch mit diesen erweiterten Methoden kein Erfolg einstellt, müssen schwerere aber noch immer ungiftige Geschütze aufgefahren werden. Dazu wird Kieselgur-Pulver (Diatomeenerde) auf die Ameisenstraßen und in die eventuell nicht gut abdichtbare Wandritzen gestreut. Kieselgur-Pulver, das im Drogeriemarkt aber auch im online-Handel erhältlich ist, wird aus natürlichen Rohstoffen wie Erde und Algen gewonnen. Beim Kauf muss unbedingt darauf geachtet werden, dass dem Kieselgur-Pulver keine giftigen Zusatzchemikalien beigefügt ist. Kieselgur ist ziemlich porös und wirkt absorbierend. Wenn eine Ameise über dieses Pulver läuft, wird die Schutzschicht der Ameisen-Beine absorbiert, was dazu führt, dass die Ameise allmählich austrocknet. Kieselgur wirkt überdies auch gegen Milben und andere Schädlinge
 
Ethisch nicht sauber: Ameisenköder für uneinsichtige Ameisen
Haben die Ameisen es noch immer nicht verstanden, dass sie im Wohnbereisch unerwünscht sind, kann mit einfachen Zutaten aus der Küche eine nachhaltige Ameisenabwehr gefertigt werden, die für Mensch und Haustier ungefährlich ist. Dazu wird Staubzucker und Backpulver zu gleichen Teilen miteinander vermischt und in jeweils kleinen Mengen dort platziert, wo Ameisen zu erwarten sind. Dem Zucker kommt hiebei die Funktion des Lockmittels zu, das Backpulver hingegen ist für Ameisen letal, sobald sie dieses aufnimmt. Die Ameise stirbt zwar nicht sofort, trägt den tödlichen Köder jedoch in das Nest, sodass der ganze Ameisenstamm von der tödlichen Wirkung des Backpulvers betroffen ist.
Alternativ kann ein Ameisenköder auch aus Maismehl und Staubzucker hergestellt werden. Das Maismehl stört die Verdauung der Ameisen, sodass diese nach einer gewissen Zeit verhungern. Auch hier trägt die Ameise den Köder in den Ameisenbau, wodurch der ganze Stamm der tödlichen Wirkung ausgesetzt ist.
Beide Methoden sind ethisch nicht die feine Klinge und sollte daher wirklich nur dann eingesetzt werden, wenn die zuvor beschriebenen Methoden keine Funktion gezeigt haben
 

Themenkreis Redaktion

 

1    2 .... 35
Brisbane - 31. Januar 2023
 

Algen ernähren die Welt und schützen Klima

Forschungsstudie sieht hohes Potenzial für Ernährung und Technik

Chapel Hill/Washington - 04. Januar 2023
 

Social Web stört die Entwicklung des Gehirns

Facebook, Instagram, Snapchat - Kinder und Jugendliche reagieren zunehmend überempfindlich

Wien - 30. Dezember 2022
 

Neujahrs-Vorsatz 2023: WWF fordert Ernährungswende

Ein Drittel der Treibhausgasemissionen gehen auf Ernährung zurück

 
Oak Brook - 23. November 2022
 

Ibuprofen macht Arthritis noch viel schlimmer

Linderung der Schmerzen mit negativen Folgen - Intensivierung der Entzündung im Kniegelenk

DGP - 21. November 2022
 

Zink hilft bei moderatem COVID-19

Klinische Studie an 470 Patienten

Wien - 15. November 2022
 

Natur kann schlimmste Klimafolgen abwenden

Natürliche CO2-Speicher im Kampf gegen Klimakrise essentiell

 
Brisbane - 03. November 2022
 

Viele Viren nutzen Mikroplastik als Surfbrett

Tests mit Bakteriophagen durchgeführt - Befallene Menschen können an Infektionen erkranken

Singapur - 31. Oktober 2022
 

Licht beschleunigt Herstellung von Wasserstoff

Forscher der National University of Singapore machen Prozess effizienter und sparen Kosten

London - 27. Oktober 2022
 

Luftverschmutzung erhöht Risiko für Demenz

Pro einem Mikrogramm pro Kubikmeter mehr Feinstaub steigt Wahrscheinlichkeit um drei Prozent

 
Toronto - 24. Oktober 2022
 

Zwei Minuten gehen, stärkt Muskeln effektiv

Wissenschaftler der University of Toronto untersuchen Auswirkungen von sitzenden Tätigkeiten

Wien - 14. Oktober 2022
 

Milliardengeschäft der Psychiatrie

Depression nicht durch chemisches Ungleichgewicht verursacht - neue Studie widerlegt Behauptungen

Wien - 05. Oktober 2022
 

Rund 90 Prozent der konventionellen Apfelsäfte mit Pestiziden belastet

Greenpeace-Marktcheck fordert den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft zu reduzieren

 
1    2 .... 35

© 2023 by Themenkreis und der jeweiligen Aussender. Alle Rechte vorbehalten.

  RSS-Feed     Impressum & Disclaimer