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13. Aug. 2020
Mischwälder sind robuster gegen Klimawandel
Höhere Biodiversität, langfristige Wirtschaftlichkeit und Stabilität sind drei große Vorteile
Mischwald: besser gegen Klimawandel gewappnet (Foto: pixabay.com)
Karlsruhe - Ein Umbau von Rein- in Mischbestände erhöht nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber den Folgen des Klimawandels. Zu den möglichen Vorteilen zählen auch eine höhere Biodiversität, langfristige Wirtschaftlichkeit und Stabilität. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) https://kit.edu , für die Experten aus Forstwirtschaft, Waldbau und Tourismus befragt wurden.
Gute Anpassungsfähigkeit
"Die natürliche Anpassungsfähigkeit von monospezifischen Wäldern gegenüber anhaltend heiß-trockenen Witterungsphasen im Wechsel mit Starkniederschlägen ist relativ gering. Eine bessere Anpassungsfähigkeit der Waldökosysteme an die Wetterereignisse ist jedoch dringend notwendig, da die zunehmende Belastung durch den Klimawandel in deutlich kürzeren Zeiträumen als den üblichen Regenerationszyklen erfolgt", verdeutlicht Christine Rösch, Leiterin der KIT-Forschungsgruppe "Nachhaltige Bioökonomie".
So seien Mischwälder klimaangepasster und gegenüber Wetterereignissen stabiler als Reinbestände. "Gerade Buchen-Tannen-Mischungen haben bundesweit hohes Potenzial, weil sie mit ihren unterschiedlichen Wurzelsystemen voneinander profitieren können", erläutert Rösch. Ein Umbau des Waldes hätte nicht nur Auswirkungen auf den Holzertrag, sondern auch auf andere von Wäldern erbrachte Ökosystemleistungen. "Dazu zählen beispielsweise Erholung als kulturelles Gut oder die Klimaregulierung des Waldes", so Rösch.
Experten sind sich einige
Die Forscher haben 20 Experten aus Forstwirtschaft, Waldbau und Tourismus in der Schwarzwaldregionzu befragt zu: Bedeutung verschiedener Ökosystemleistungen, Unterschiede zwischen Rein- und Mischbeständen sowie Widerstandsfähigkeit gegenüber klimawandelbedingten Auswirkungen. Als wichtigste Ökosystemleistung nannten die Befragten die Holzausbeute, gefolgt von Freizeitaktivitäten/Erholung und Biodiversität.
"Die Mehrheit der Befragten teilt die Ansicht, dass Mischwälder im Hinblick auf die verschiedenen Ökoleistungen insgesamt besser geeignet sind als monospezifische Bestände", weiß Rösch. Dabei sahen die Experten drei Vorteile: Mischwälder weisen eine große genetische Vielfalt auf, was zur größeren Artenvielfalt und Biodiversität führt; wegen des breiteren Nutzungsspektrums sind sie langfristig rentabler und zeichnen sich zudem durch eine höhere Stabilität gegenüber Extremereignissen aus als monospezifische Kulturen.
Pressetext.Redaktion
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