Themenkreis * Nanodrähte erzeugen Treibstoff aus Sonnenlicht 

Kat.: Umwelt/Natur

 

25. Jan. 2018

Nanodrähte erzeugen Treibstoff aus Sonnenlicht

"Grundlegender Durchbruch" ermöglicht effizientere Umwandlung

Nanodrähte: Forscher machen aus Licht nutzbaren Wasserstoff (Foto: utwente.nl)

Enschede - Forscher der Universität Twente http://utwente.nl haben einen Weg gefunden, die Gewinnung von Treibstoff durch Solarenergie effizienter zu gestalten. Mithilfe der neuen Methode lassen sich Sonnenstrahlen direkt in Wasserstoff umwandeln. Möglich wird das durch die Verwendung mikroskopisch kleiner Nanodrähte, die weniger als ein Zehntel eines Millimeters lang sind und an ihren Enden mit einem Katalysator bestückt wurden. Dieser erzeugt durch chemische Reaktionen aus Licht Wasserstoff.

"Effizienteste Methode"

"Wissenschaftler rund um den Globus arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung einer brauchbaren, möglichst effizienten Technologie zur Erzeugung von Solartreibstoffen", erklärt Jurriaan Huskens, Studienautor und einer der leitenden Forscher am MESA+ NanoLab http://utwente.nl/mesaplus/nanolab der Universität Twente. "Uns ist es nun gelungen, die bislang effizienteste Methode für diese Art der Umwandlung zu finden", betont der Experte.

Um den Durchbruch zu ermöglichen, hat der Forscher mit seinem Team einen einfachen, aber wirksamen "Trick" angewandt: "Wir haben bei den Nanodrähten die Seite, auf der das Sonnenlicht eingefangen wird, von der Seite getrennt, auf der die chemische Umwandlungsreaktion stattfindet. Das ist wichtig, da die Katalysatoren ansonsten Licht reflektieren würden. Bei diesem Verfahren geht es aber darum, so viel Sonnenenergie wie möglich einzufangen", erläutert Huskens. Letztlich sei es auf diese Weise gelungen, eine maximale Effizienz von 10,8 Prozent zu erreichen, so der Wissenschaftler.

Derzeit noch nicht rentabel

"10,8 Prozent ist der bislang höchste Effizienzgrad, der mit einem Kohlenstoff-basierten Ansatz erzielt werden konnte", stellt Huskens klar. Bis die Technologie zur Umwandlung von Solarenergie in Brennstoff tatsächlich auch "ökonomisch rentabel" ist, braucht es dem Forscher zufolge aber dennoch einiges an weiterer Entwicklungsarbeit. "Wirklich brauchbar werden solche Systeme ab einer Effizienzrate von 15 Prozent", ergänzt Huskens.

Neben der hohen Effizienz hat die aktuell präsentierte Methode noch einen weiteren Vorteil: Sie kommt mit sehr günstigen Materialien aus, die auf der Erde in großen Mengen vorkommen. "Ziel ist es, Brennstoff nur durch Verwendung von Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser herzustellen", erläutert Huskens abschließend.

Pressetext Redaktion

 

1    2 .... 7
Wien - 29. November 2018
 

Greenpeace-Test: Österreichische Gewässer mit Antibiotika und Pestiziden belastet

Untersuchung in zehn EU-Staaten zeigt Umweltverschmutzung durch Massentierhaltung

Wien - 09. November 2018
 

Müll in Österreichs Natur

Bericht über die Litteringsituation in Österreich

Brüssel/Wien - 20. September 2018
 

Greenpeace-Report: Aus für Verbrennungsmotor in zehn Jahren ein Muss

Klimaziele nur durch Verkaufsstopp von neuen Diesel, Benzinern und Hybriden nach 2028 erreichbar

 
Cambridge - 31. August 2018
 

Herz-Kreislauf-Risiko: Giftige Metalle oft vernachlässigt

Umfassende Meta-Analyse britischer Wissenschaftler wertet Daten von 350.000 Personen aus

Wien/Oakland - 31. Juli 2018
 

Plattform Footprint, WWF, GLOBAL 2000: 1. August ist Welterschöpfungstag

Wieder ein Schritt weiter im Pyramidenspiel mit Planet Erde

Wien - 17. Juli 2018
 

VIER PFOTEN warnt: Schon 20 Grad Außentemperatur bringen ein Tier im Auto in Lebensgefahr

Info-Aktion „Hitze kann töten“ im Wiener Augarten

 
Wien - 05. Juli 2018
 

Greenpeace-Marktcheck: Viel pflanzliche Grillprodukte in den Supermärkten

Gemüseburger, Grillkäse & Co schmecken gut, sind gesund und schonen die Umwelt

Wien - 02. Juli 2018
 

Der Testbetrieb für die berittene Polizei läuft in Wien an

Verhaltensbiologe Laurent Amann gibt gute Gründe dagegen und warnt vor den Gefahren für Tier und Mensch

Wien - 28. Juni 2018
 

Neuer GLOBAL 2000 Pestizid-Test zeigt: Die Abdrift-Gefahr ist größer als gedacht

71% der Proben mit Pestiziden belastet – Insektengifte auch in Blühstreifen

 
Wien - 18. Mai 2018
 

Greenpeace-Marktcheck: Zu viel Brot landet im Müll

Umweltschutzorganisation testet Brot-Angebot und Maßnahmen der Supermärkte gegen Brot-Abfälle

Venedig - 03. Mai 2018
 

Jodkonzentration in nördlicher Atmosphäre steigt

Humanfaktoren und arktische Eisschmelze heizen den Klimawandel an

Madrid - 27. März 2018
 

Olivenkerne machen Baumaterialien nachhaltiger

Abfallprodukt kann gängige Zuschläge für Mörtel und Beton ersetzen

 
1    2 .... 7

© 2018 by Themenkreis und der jeweiligen Aussender. Alle Rechte vorbehalten.

  RSS-Feed     Impressum & Disclaimer